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  • 1– Zeichnung einer Kwakwaka’wakw Ha’ma’a Maske, aus der Sammlung von Franz Boas mit seinen Notizen. Courtesy: Division of Anthropology, American Museum of Natural History

Anja Dreschke:
Visuelle Feldnotizen. Zeichnen als ethnographische Methode und künstlerische Praxis

01.08, 19 Uhr

In jüngerer Zeit erlebt das Anfertigen von Skizzen als visuelle Feldnotizen eine Art Renaissance in der Feldforschung. EthnologInnen wie Michael Taussig, Tim Ingold oder Amanda Ravetz haben die Zeichnung und die Malerei wiederentdeckt, nicht nur als Verfahren zur Aufzeichnung oder Dokumentation ethnographischer Beobachtungen, sondern vielmehr als spezifische Strategie und Technik der visuellen Forschung, die das Prozesshafte der wissenschaftlichen Arbeit betont und das Spektrum der Möglichkeiten erweitert, um auch Dimensionen des Imaginären, des Traumhaften, des Halluzinatorischen oder der Erinnerung einzubeziehen. Der Vortrag diskutiert Beispiele visueller Feldnotizen von der frühen Ethnologie bis in die Gegenwart und versucht, diese mit den Reisetagebüchern und Zeichnungen von Mattia Denisse in Beziehung zu setzen.

Anja Dreschke ist Ethnologin, Filmemacherin und Kuratorin und lebt in Köln. Ihre Forschungsinteressen und Veröffentlichungen liegen im Bereich von audiovisueller Anthropologie und Medienethnologie mit Schwerpunkt auf der Theorie und Praxis audiovisueller Medien an der Schnittstelle von experimenteller Ethnografie, essayistischem Film und künstlerischer Forschung. Zuletzt hat sie zusammen mit Barbara von Flue die Ausstellung „Michael Oppitz. Bewegliche Mythen“ im KOLUMBA – Kunstmuseum des Erzbistums Köln (2018) kuratiert. Mit Regina Barunke bereitet sie derzeit die Ausstellung „The Raw and the Cooked. Field Notes in Art and Anthropology“ vor.

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Do 01 Aug 2019, 19 Uhr