Gesellschaft für Aktuelle Kunst
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  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist
  • Nika Son: Scatter, no turn. Ausstellungsansicht, GAK 2024. Foto: Franziska von den Driesch. Courtesy the artist

Nika Son
Scatter, no turn

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11.05.–04.08.2024

In ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung beschäftigt sich die Künstlerin und Musikerin Nika Son mit Schlaflosigkeit im Spannungsfeld von Erschöpfung, Unruhe und Begehren. Abgesehen von vereinzelten Licht- und Bildelementen, untersucht sie in komplett verdunkelten Räumen die multisensorische Wahrnehmung sowie Formen von Manipulation, die angesichts überbordender Reize hochsensible Zustände hervorrufen.

Unsere krisenhafte Gegenwart setzt sich zusammen aus dauernden Reizen, Informationen und der Notwendigkeit, diese zu konsumieren und zu verarbeiten. Diesen Imperativ des fortwährenden Wachseins verschränkt Nika Son in ihrer audiovisuellen Komposition Scatter, no turn mit dem drängenden Verlangen nach Schlaf und der Frage, wie sich unsere Sinne in den damit verbundenen Zuständen verändern. Wann hören wir und wann hören wir zu? Wie nehmen wir Zeit wahr und wann verlieren wir uns in ihr?

Nika Son arbeitet zwischen konkreter Musik und konkreter Poesie mit dem, was sie klanglich und bildlich in Räumen zwischenmenschlicher Kommunikation aufzeichnet und wahrnimmt. Ob der Diaprojektor als Taktgeber fungiert, sich eine räumliche Wahrnehmung in ein intimes, sinnliches Erleben ausdehnt oder Worte und Textfragmente in Übersetzungen von Übersetzungen von Übersetzungen verarbeitet werden, immer geht es um Einflüsse aus der Umgebung und die Echos, die ihre Wahrnehmung in den Besucher*innen und Zuhörer*innen generiert.

In ihren Arbeiten, die sich an der Schnittstelle von bildender Kunst und Musik verorten, bearbeitet und durchdringt Nika Son Töne und industrielle Klänge ebenso wie Bilder, Stimmen, Sprachen und Sprechweisen. Grundlage sind in der Regel Fieldrecordings, die sie modifiziert und fragmentiert und mit künstlichen, analog und elektronisch generierten Sounds verwebt.

Mit Scatter, no turn – bestehend aus einer 9-Kanal-Audio- und Videoinstallation, Zeichnungen und Objekten – schafft Nika Son einen audio-visuellen Raum der sich stetig verändert, mäandert und transformiert. 

Zur Eröffnung findet eine 50-minütige Live-Performance statt. Die dabei entstehende Klang- und Bildkomposition setzt ein Echo in Gang, ein Wechselspiel aus Nähe und Distanz. Die Akteur*innen der Eröffnungsperformance sind neben Nika Son selbst, der Stimmkünstler und Tänzer Michael Breithaupt und die Cellistin Magdalena Ceple. Nach der Performance werden einzelne Fragmente der live-produzierten Töne und Geräusche als Klangspuren in die Installation miteinfließen. Es entstehen weitere Echos im Raum, welche durch zeitlich versetzte Loops immer wieder neue Soundcollagen bilden.

Während der Ausstellungsdauer lädt Nika Son weitere künstlerische Positionen zu Interventionen in Form vonMusik- und Lectureperformances ein um mit deren eigener Sprache neue Setzungen innerhalb der Installation zu schaffen, klanglich und visuell auf das bereits bestehende einzugehen, es möglicherweise zu modifizieren und auszuweiten. Die Auswahl der eingeladenen Künstler*innen folgt als wichtiges Element der Idee von Austausch und gleichzeitiger Spurensuche in der eigenen künstlerischen Praxis. 

Nika Sons Klang-Bildkomposition Scatter, no turn lotet aus, wie etwas in den Fokus gerückt wird und was nur vorbeiflackert. Was muss aus der Dunkelheit auf andere Weise im buchstäblichen wie übertragenen Sinn ans Licht gebracht werden? Auf welche Weise können die Sinne und nicht zuletzt der Hörsinn als Schnittstelle ausgedehnt und sensibilisiert werden? Die Ausstellung richtet die Wahrnehmung auf das Verhältnis zwischen Innen und Außen, Eigenem und Fremdem und hinterfragt die Beziehung zwischen Hörsinn und (gesellschaftlicher) Orientierung. 

Nika Breithaupt alias Nika Son (*1981, lebt in Hamburg) hat Bildende Kunst an der HfK Bremen und der HFBK Hamburg studiert und arbeitet als Künstlerin, Musikerin, Filmkomponistin, Kuratorin und DJ. Sie war als Artist-in-Residence u.A. im Q-02 Brüssel, dem Goethe-Institut Madrid (zusammen mit Helena Wittmann) sowie im Mousonturm Frankfurt. Ihre Performances, Konzerte und Soundinstallationen waren u.A. bei Festivals wie Intonal Malmö, Meakusma, Klub Katarakt, Rotterdam Filmfestival, Nuits sonores, im HAU Berlin, bei Radiophrenia Glasgow, im Kunstverein in Hamburg sowie dem Museum Folkwang zu sehen und zu hören. 2020 erschien das Album To Eeyore (Entr’acte), ein neues erscheint dieses Jahr im April sowie der Soundtrack zum Film DRIFT von Helena Wittmann. Neben ihrer eigenen künstlerischen und musikalischen Arbeit ist sie Gastgeberin von Kunst- und Musikveranstaltungen im Golden Pudel Club Hamburg sowie Kuratorin des Papiripar Festival Hamburg (zusammen mit Felix Kubin und Florian Bräunlich).

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11.05.–04.08.2024

Veranstaltungen

Fr, 10.5.2024, 19 Uhr
Eröffnung
19:15 Uhr Live-Performance mit Nika Son & Michael Breithaupt, Magdalena Ceple

Sa, 25.5.2024, 18:30, 20:30 und 22:30 Uhr
Nika Son & Lätitia Norkeit: Zwischen Schritte. Performance in drei Teilen
anlässlich von Lange Nacht der Museen Bremen 2024

Do, 6.6.2024, 20 Uhr
PHEW (live/JP)

Do, 11.7.2024, 20 Uhr
Mark Vernon (live/UK)

Förderung

Karin and Uwe Hollweg Stiftung
Waldemar Koch Stiftung
Harry und Brigitte Bornemann Stiftung
Der Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen

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