Gesellschaft für Aktuelle Kunst
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  • Effrosyni Kontogeorgou, Substrate, 2021.
  • Effrosyni Kontogeorgou: Hemmung, 2021. Foto: Franziska von den Driesch
  • Effrosyni Kontogeorgou: Hemmung, 2021. Foto: Franziska von den Driesch
  • Effrosyni Kontogeorgou: Hemmung, 2021. Foto: Franziska von den Driesch
  • Effrosyni Kontogeorgou: Hemmung, 2021. Foto: Franziska von den Driesch
  • Effrosyni Kontogeorgou: Substrate, 2021. Foto: Franziska von den Driesch

GAK Projekte: Effrosyni Kontogeorgou
Substrate

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08.05.–01.08.2021

Im Rahmen ihres zweiteiligen Projekts Substrate – einer ortsspezifischen Installation und einem Künstlerbuch – beschäftigt sich die Bremer Künstlerin Effrosyni Kontogeorgou mit dem Vorgang der Transpiration und dessen poetischen Aspekten und assoziativen Ebenen. Mit Fokus auf den prozesshaften Charakter von Transpiration und Verdunstung setzt sich Kontogeorgou dabei mit Zusammenhängen von (Ausstellungs-) Raum, Körper und Arbeit auseinander.

Die Glasfassade vom Projektraum der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst ist beschlagen und trübe. Die künstlerische Intervention Hemmung transformiert sie in eine feuchte, blinde Oberfläche, die visuell nach außen kommuniziert und zugleich den Blick in das diffuse Innere versperrt und zerlegt. Kondenswasser legt sich auf die Glasscheiben, formt sich mit der Zeit zu Wassertropfen, die nach und nach in unbestimmten Bahnen an der Scheibe hinunterlaufen. Der Ausstellungsraum schwitzt. Wäre ein solch feuchtes Klima nicht eine Gefahr für die Sammlung eines Museums oder einer Bibliothek?

Der Kellerraum ist Teil der Weserburg Museum für moderne Kunst und diente ursprünglich als Leseraum der unmittelbar angrenzenden Bibliothek. Eine Unterhaut, ein Substrat, das einer größeren Einrichtung unterstellt ist. Von diesem Bild ausgehend stellt die konzeptionelle Arbeit Substrate die Frage, wie eine Kunstinstitution anhand der ihr zugrunde liegenden Arbeit und der unsichtbaren physischen Präsenz des Personals symbolisch dargestellt werden kann. Dazu sammelt Kontogeorgou freiwillig und anonym erhobene Schweiß- und Körpergeruchproben von Mitarbeiter*innen des gesamten Hauses, die zu einem Buch gebunden werden, das in seiner Form wiederum abstrakt auf dessen Grundriss verweist. So wird durch das Einfangen der Transpiration zugleich ihr Weg über die Grenze zwischen Raum und Körper verfolgt und assoziativ erfahrbar.

Anders als Schweiß hat Wasser keinen Geruch. Doch Feuchtigkeit löst Gerüche und bakterielles Wachstum aus. Was kann hier im Rahmen einer Duftausstellung gerochen werden? Wie riecht ein „verschwitzter“ Ausstellungsraum, wie riecht eine (geschlossene) Institution?

Effrosyni Kontogeorgou (geboren 1980 in Athen) studierte Malerei / Zeitbasierte Medien an der Hochschule der Bildende Künste Athen. Ihren Master in Digitalen Medien (M.A.) schloss sie an der HfK Bremen ab, wo sie 2015 Meisterschülerin bei Jean-François Guiton war. Sie lebt und arbeitet in Bremen.

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08.05.–01.08.2021

Projektraum

Kuratiert von Anne Storm

Jahresgabe

Effrosyni Kontogeorgou: Substrate (Pausen), 2021

Veranstaltungen

So 27.06.21, 11 Uhr
Artist Talk

So 11.07.21, 15 Uhr
Riechparcours mit Duftwerkstatt
von der GAK bis zum Künstlerhaus Bremen

Neu: Fr 30.07.21, 19 Uhr
Artist Talk

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Ausstellungstrailer
Smell it!
Geruch in der Kunst
 

Förderung

Beate + Hartmut Schaefers Stiftung

Besonderer Dank an: Weserburg Museum für moderne Kunst

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