Die Gruppenausstellung Produced on the Skin zeigt vom 23. Mai bis 23. August 2026 künstlerische Arbeiten, die sich mit den Schnittstellen und Grenzbereichen auseinandersetzen, die uns umgeben und uns ausmachen. Über die Haut, den Sehsinn, Berührungen und die Struktur unseres Gehirns, über technische Apparate, Kleidung und Architektur vermitteln unterschiedliche Arten von Membranen zwischen Individuen und ihrer Umgebung. Sie verarbeiten und reagieren auf Eindrücke. Sie prägen, wie wir uns verhalten, was hineindarf und was wir lieber nicht an uns ranlassen, wovor wir uns schützen und womit wir aktiv umgehen und was wir nach Außen tragen wollen. Der Begriff des Prägens ist dabei mitunter auch ganz plastisch zu verstehen: von Substanzen bis zu Erlebnissen – Einflüsse verändern Körper, Gehirne und Haltungen.
„Ich habe immer gedacht, dass künstlerisches Schaffen ein Weg der Hautlosen sei, um sich mit einer Haut zu versehen“, schreibt die Schriftstellerin Kirstina Lugn in „Hundstunden“. Künstlerisches Arbeiten begreift sie in diesem Sinne als Membran, die die Beziehung zwischen selbst und Umgebung, zwischen Sprache und Material filtert. Die künstlerischen Arbeitsweisen in der Ausstellung verhandeln diese materiellen Grenzen und reflektieren was aufgenommen wird und in welcher Form es wieder ausgegeben wird. Sie thematisieren Fragen von Verkrustung und Durchlässigkeit, Rückzug und Verflüssigung, Nähe und Distanz.
Eröffnung: 22.5. 19:00
Förderung
Der Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen, VGH Stiftung, Sparkasse Bremen