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  • (l-r) Cathy Wilkes: Untitled, 2011; Untitled, 2011. Courtesy (beide): Die Künstlerin und The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow. Foto: Jason Dewey
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Detail. Courtesy: Die Künstlerin und The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Detail. Courtesy: Die Künstlerin und The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes, Ausstellungsansicht, GAK Bremen 2011. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes, Ausstellungsansicht, GAK Bremen 2011. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes, Ausstellungsansicht, GAK Bremen 2011. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Mummy’s Here, 2009. Courtesy: Private Sammlung Toby Webster, Glasgow. Foto: Andy Keate
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Sammlung von Susan und Larry Marx. Foto: Ruth Clark
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und The Modern Institute/Toby Webster Ltd., Glasgow. Foto: Ruth Clark
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und Galleria Raucci/Santamaria, Neapel. Foto: Enzo Velo
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und Galleria Raucci/Santamaria, Neapel. Foto: Enzo Velo
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und Galleria Raucci/Santamaria, Neapel. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und Galleria Raucci/Santamaria, Neapel. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und Galleria Raucci/Santamaria, Neapel. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und Galleria Raucci/Santamaria, Neapel. Foto: Franziska von den Driesch
  • Cathy Wilkes: Untitled, 2011. Courtesy: Die Künstlerin und Galleria Raucci/Santamaria, Neapel. Foto: Franziska von den Driesch

Cathy Wilkes

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26.11.2011–19.02.2012

„Mir ist bewusst, dass man nicht objektiv sein kann. Das ist mir im Laufe der Zeit klar geworden. Nicht objektiv zu sein bedeutet, dass all die Geheimnisse meines Bewusstseins in meine Arbeiten einfließen. Ich finde, dass das für jedes Kunstwerk von großer Bedeutung ist: dass man eben nicht weiß, warum etwas genau so ist, wie es ist, oder warum es überhaupt da ist.“ – Cathy Wilkes, Frühjahr 2011

Die GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst präsentiert in Kooperation mit dem Kunstverein München die erste institutionelle Werkschau von Cathy Wilkes außerhalb Großbritanniens. Sowohl die Ausstellung in München als auch die Präsentation in Bremen stellen zwei gemeinsam für diesen Anlass produzierte Installationen und erstmalig zugängliches Archivmaterial in den Fokus, wobei die nordirische Künstlerin Letzteres in beiden Häusern individuell zusammenstellt. Allerdings ergänzen beide Orte diese Kernwerke mit unterschiedlichen Aspekten aus Wilkes’ künstlerischem Schaffen. Konzentrierte sich München im Frühling 2011 darüber hinaus auf ältere, raumgreifende Installationen, zeigt Bremen daneben eine Auswahl kleinerer, aktueller Raumassemblagen und integriert Wilkes’ Gemälde.

Die meist kleinformatigen, immer abstrakten Malereien von Cathy Wilkes haben einen besonderen Stellenwert in ihrem künstlerischen Schaffen. Sie stehen in einem Spannungsverhältnis zu ihren räumlichen Anordnungen und vervollständigen die Sicht auf das vielschichtige Werk der Künstlerin. In ihrer starken Materialität sind die Gemälde außerdem ebenso Bildhauerei wie Malerei und verbinden sich so auf sinnfällige Weise mit dem stark skulpturalen Denken der Installationen.
Cathy Wilkes’ Materialakkumulationen eröffnen innerhalb der Ausstellungssituation jede für sich einen bühnenhaften Raum. Wie Einzelepisoden einer kontinuierlichen und nicht abgeschlossenen Erzählung wirken die raumgreifenden Arbeiten, die die Künstlerin für jeden Ausstellungsort neu zueinander in Beziehung setzt oder für diesen konzipiert. Es sind alltägliche, bekannte Fundstücke, die in ihren Bodenarbeiten vereint werden: Einmachgläser, Vogelkäfige, Mobiltelefone, Wasserhähne, Pflüge, Stofftiere, weihnachtliche Holzkrippen, Einkaufsbänder, Krawatten, Babyflaschen, Pinsel, Paletten, Hammer und vieles mehr. In diesen Zusammenhängen agieren die von Wilkes in letzter Zeit zunehmend eingesetzten menschlichen Figuren wie Schauspieler, seien es Schaufensterpuppen oder Pappmaché-Nachbildungen. In ihrem durch die objets trouvés definierten Handlungsraum übernehmen sie Rollen zwischen Passivität und Aktion, spielen den meist weiblichen Part der fürsorgenden Mutter, der Heroe oder vom Zerfall bedrohten Kriegerin und umkreisen Themen wie „Tod“, „Geburt“ oder die Suche nach dem eigenen Standpunkt in der Welt.

Konkrete Anknüpfungspunkte werden in den Installationen von abstrakten Formen ergänzt. Auf diese Weise stehen Abstraktion und Gegenständlichkeit, Konkret- und Offenheit, Pathos und Zurückhaltung, Autobiografisches und Allgemeines in einem zufällig wirkenden, aber äußerst präzise gesetzten Reibungsverhältnis. Im Ergebnis sind Wilkes’ Arbeiten narrativ, ohne eine konkrete Geschichte zu erzählen, und biografisch, ohne den Betrachter*innen die Möglichkeit auf eigene Sichtweisen zu nehmen. Wilkes stellt Fragen nach den Grundpfeilern unserer Existenz und scheut sich dabei nicht vor pathetischen Gesten, Intuition und offensichtlicher Subjektivität, so verfemt diese Mittel in der eher konzeptuell geprägten Sprache aktueller Kunst auch sein mögen. Sie ist nicht auf der Suche nach Antworten, sondern konstatiert zunächst einmal das einfache Da-Sein bestimmter, existentieller Befindlichkeiten. Dabei werden Wilkes’ Werke immer von einem großen Interesse an bildhauerischen Fragestellungen und Traditionen getragen und erproben skulpturale Parameter wie Raum, Volumen, Distanzen und Formgebung.

Cathy Wilkes wurde 1966 in Belfast geboren und lebt in Glasgow. Sie wurde 2002 mit dem Baloise Art Prize ausgezeichnet und war 2008 für den Turner Prize nominiert.

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26.11.2011–19.02.2012

Kuratiert von
Janneke de Vries

Jahresgabe

Cathy Wilkes, Jahresgaben 2011

Veranstaltungen

Fr 25.11.11, 19 Uhr
Eröffnung

Do 08.12.11, 19 Uhr
Führung mit Janneke de Vries

Do, 12.01.12, 19 Uhr
Kirsty Bell: Cathy Wilkes and the vantage point of being alive
Vortrag (en)

Do 26.01.12, 19 Uhr
Fabian Reimann: The Surveyor
Buchpräsentation

Do 09.02.12, 19 Uhr
Susanne Titz: Die Phänomenologie des Machens. Ein Aufruf zu Emanzipation
Vortrag

Förderung

Der Senator für Kultur, Freie Hansestadt Bremen, Waldemar Koch Stiftung

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