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How to: Den Fluss der Zeit anders verkörpern Teil 1
Hodan-Ali Farah, Anaïs Héraud-Louisadat, Wallace Lino

19.10, 0 Uhr -22.10.2022

Die sechs Workshops im Rahmen der Reihe How to: Den Fluss der Zeit anders verkörpern, entwerfen ausgehend von Geschichten und Erinnerungen alternative Zukünfte. Sie verbinden jeweils Theorie und Praxis, wobei sie sich u.A. mit den kolonialen Kontinuitäten in Bremens Stadtraum beschäftigen, dem Verhältnis von Körper, Raum, Erinnerung und Trance sowie dem Selbst am Ende der Welt.

 

Mi, 19.10.22, 19–21 Uhr:
Inputs und Vorstellung der Künstler*innen
(auf Deutsch)

Do, 20.10.22, 18–21 Uhr:
trajectories
Workshop mit Anaïs Héraud-Louisadat
(Deutsch, ggf. Englisch)

Mein Name ist Anaïs Héraud-Louisadat. Ich arbeite als Künstlerin und Kunsttherapeutin und lebe in Berlin. Meine künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Malerei, Performance und Interventionen im öffentlichen Raum sowie in Institutionen. Viele meiner Arbeiten beschäftigen sich mit Verbindungen zwischen den historischen und sozialen Kontexten des Ortes, an dem die Aktion stattfindet, und Fragen oder Problemen der Gegenwart.
Innerhalb des 3-stündigen Workshops lade ich euch zu einer gemeinsamen künstlerischen Erfahrung zum Thema persönliche und kollektive Geschicht(en) ein. Wir werden hauptsächlich praktisch arbeiten! Dabei biete ich euch körperliche, zeichnerische und malerische Übungen an. Der Workshop ist offen für alle und unabhängig von künstlerischem Vorwissen und Erfahrung. Der Workshop wird in deutscher und/oder englischer Sprache stattfinden. Bitte kontaktiert mich, falls ihr besondere Bedarfe habt – ich werde die Übungen dementsprechend anpassen – und bringt bitte Kleider mit, in denen ihr euch bewegen und malen könnt.
Im Rahmen des Vorstellungs-/Einführungsabends am Mittwoch, den 19.10.22 um 19 Uhr werde ich meine Idee für den Workshop kontextualisieren und meinen künstlerischen Hintergrund anhand einiger Beispiele meiner Arbeiten darstellen. Ich freue mich auf euch!

Fr, 21.10.22, 18–21 Uhr:
Fiktion, Erinnerung und Territorium und der Streit des Selbst am Ende der Welt
Workshop mit Wallace Lino
(Portugiesisch/Deutsch)

Wallace Lino ist ein Schwarzer LGBTQIA-Multikünstler und arbeitet seit über 15 Jahren in Theatergruppen und Kollektiven, die in der Favela Maré gegründet wurden. Auf den dabei gesammelten Erfahrungen zu Themen wie Erinnerung, race, Geschlecht, Sexualität und Territorium basiert der Workshop.
Zunächst wird der Film Noite das Estrelas (Nacht der Stars) gezeigt. Er erzählt die Geschichte der gleichnamigen LGBT-Night-Show, die es ab den 1980er Jahren für rund 20 Jahre in Maré gab. Anschließend werden im Workshop schriftlich, filmisch, performativ oder theatralisch – ausgehend von verschwundenen oder ausgelöschten Existenzen, Erzählungen oder Tatsachen – Fiktionen angestoßen, die Alltag und Selbst infrage stellen.

Sa, 22.10.22, 14–17 Uhr:
„Another city is possible“ – Koloniale Kontinuitäten im städtischen Raum und Wege heraus
Workshop mit Hodan-Ali Farah
(Deutsch)

Der erste Teil des Workshops besteht aus einem Stadtspaziergang, während dessen der Blick auf die kolonialen Kontinuitäten in der näheren Umgebung der GAK gerichtet wird. Im zweiten Teil wollen wir uns gemeinsam mit konkreten widerständigen Antworten auf koloniale Imprints im Stadtbild beschäftigen.
Hodan-Ali Farah ist gebürtige Bremerin und bewegt sich entlang der Intersektionen von Kunst, Aktivismus und politischer Bildungsarbeit. Sie beschäftigt sich mit den Kontinuitäten des kolonialen Erbe Bremens und den daraus resultierenden Lebensrealitäten Schwarzer Menschen in Bremen. Sie versteht ihre Arbeiten als politisch und widerständig, da sie Ausdrücke und Reflexionen einer Realität sind, in der koloniale Kontinuitäten bestehen und das Erleben und Erfahren beeinflussen – sie prägen sich in das Bild einer Stadt und bleiben dennoch unsichtbar.

Anmeldungen bitte unter office(at)gak-bremen.de

Sie sind herzlich eingeladen, sich für alle Workshops anzumelden, die Teilnahme an einzelnen Workshops ist aber ebenso möglich.

 

Die Workshopreihe How to: ist eine Übersetzungsübung zwischen Sprache und Geste über Kulturen und geografische Entfernungen hinweg. Sie sucht die damit einhergehenden Verstrickungen, Missverständnisse und Unmöglichkeiten nicht zu verdecken und will eine andere ethische und ästhetische Gegenwart erproben.

How To: The Flow of Spirit (Oliver Bulas & Annette Hans) realisieren seit 2018 dialogische Workshopsituationen, bisher in Hamburg, Berlin, Rio de Janeiro und Lyon.

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Mi 19–Sa 22 Okt 2022

Mi, 19.10.22, 19–21 Uhr
Inputs und Vorstellung der Künstler*innen
(auf Deutsch)

Do, 20.10.22, 18–21 Uhr
trajectories
Workshop mit Anaïs Héraud-Louisadat
(Deutsch, ggf. Englisch)

Fr, 21.10.22, 18–21 Uhr
Fiktion, Erinnerung und Territorium und der Streit des Selbst am Ende der Welt
Workshop mit Wallace Lino
(Portugiesisch/Deutsch)

Sa, 22.10.22, 14–17 Uhr
„Another city is possible“ – Koloniale Kontinuitäten im städtischen Raum und Wege heraus
Workshop mit Hodan-Ali Farah
(Deutsch)

Grafik

Tabea Erhart

Kooperation

Black Story Month, Bremen
Zukunft ist bunt, Bremen

Förderung

How to: wird gefördert durch den Fonds Soziokultur aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR sowie von ifa – Institut für Auslandsbeziehungen

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